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Amnessia Eterna - Malditos (Cover Artwork)
Fr, 30. Juli 2021

Amnessia Eterna – Malditos

Speed Metal, Thrash Metal
28.07.2021
Amnessia Eterna - Malditos (Cover Artwork)

Chilenische Dresche in die Fresse

Die südamerikanischen Thrasher Amnessia Eterna gehen Ende Juli dieses Jahres mit der Platte «Malditos» an den Start. Ein heissblütiger Exportschlager aus Chile? Das will natürlich genauer untersucht werden.

Meine Spanischkenntnisse sind zwar zugegebenermassen recht bescheiden, aber das Hörverständnis funktioniert glücklicherweise sowieso ohne irgendwelche Barrieren. Das Albumcover schreit förmlich nach einem Platz auf einem T-Shirt. Mal schauen, wie giftig die Musik dieser Schlange daherkommt.

Das Album – «Malditos»

Bereits der Einstieg in Form von «Caminos» macht deutlich, dass sich das Quartett in dieser Sparte pudelwohl fühlt und die Anforderungen problemlos meistern kann. Heulende Klampfen und peitschende Drums erfüllen ihren Zweck. Beim Gesang denke ich umgehend an die Héroes Del Silencio – obschon die Chilenen im Vergleich zu den Spaniern wenig überraschend klar härter unterwegs sind. Doch wie «Lujuria» beweist, scheuen die Herrschaften ebenfalls keine melodiösen Sequenzen. Generell eine abwechslungsreiche und gelungene Nummer.

Die Bezeichnung «groovige Pit-Eskalation» gebührt zweifelsohne der Nummer «Desquiciado Pecador». Dabei würde das Publikum garantiert ordentlich in Fahrt kommen. Dasselbe trifft allerdings auch auf das nachfolgende «En Busca Del Poder» zu. Der Vierer macht richtig Dampf! Trotz mitreissender Allüren vermisse ich dafür stellenweise den ganz grossen (oder finalen) «Wow»-Effekt. Während das Motto bisher eher «kurz und knackig» lautete, folgt jetzt mit «Initium» ein längeres Kaliber, welches spannende und abwechslungsreiche Elemente im Angebot hat. Mehrheitlich bleibt das Tempo gedrosselt, weshalb wir schon fast von balladesken Zügen sprechen müssen. Im letzten Drittel geht jedoch abermals die Post ab. Freunde, exakt so kann ein rein instrumentales Lied lupenrein funktionieren. Bravo!

Mit «Infierno» landen wir schliesslich direkt in der «Thrash-Hölle». Hammermässiger, kompromissloser Track, der es definitiv auf eure Kauleisten abgesehen hat! Das Ding schreit förmlich nach wild zirkulierenden Kuttenträgern. Zurecht ein Kandidat für die empfehlenswerten Hörproben. Anhänger der bewegten Bilder sollten sich unbedingt den dazugehörigen Videoclip auf YouTube reinziehen. Das darauffolgende «Tan Solo» hat nix mit der Figur «Han Solo» aus der Star Wars-Reihe am Hut. Dafür haben wir es dieses Mal aber tatsächlich mit einer Ballade zu tun. Die Jungs beherrschen also ebenfalls die gefühlstechnische Ebene. Trotzdem läuft das Ganze zu keiner Sekunde Gefahr, zu intensiv in die Kitsch-Ecke abzudriften.

Auch zu «Falso Predicador» kann man auf YouTube einen Clip ausfindig machen. Mit stampfendem Groove ackern sich die Südamerikaner durch die einzelnen Strophen. Erneut ansprechende Handwerkskunst der Riff-Fraktion. Parallelen zu Genre-Legenden wie Slayer und Co. sind fraglos erkennbar. Mit dem Intermezzo «Desvanecidos» wird’s nochmals gemütlich und es bleibt ausreichend Zeit für Geschichten am knisternden Lagerfeuer.

Die Schlussphase der Scheibe wird von «Todo Cae» eingeläutet. Die Akteure möchten nun offenbar wieder auf die groben Geschütze setzen. Doch das Stück weist sowohl Dampfhammer-Elemente als auch – gelegentlich – melodiöse Parts auf. Diesem Gemisch scheinen die Jungs treu zu bleiben. Das allerletzte Wort hat dann schliesslich der Titel-Track: «Malditos». Ein furioser Kracher, der euch umgehend zum Schütteln eurer Mähnen motiviert. Von dieser Sorte Mucke dürfen die Chilenen künftig gerne ungeniert noch mehr raushauen. Mitreissend und wuchtig – so mögen wir das!

Das Fanzit

Kochendes Blut fliesst sowieso durch die meisten Adern auf dem südamerikanischen Kontinent. Dieses Feuer kann der Vierer Amnessia Eterna auf seinem Werk «Malditos» durchaus einige Male verewigen. Das ist wahrlich solider Thrash Metal, der den einen oder anderen Pit auslösen wird. Die Bezeichnung «härtere Variante der Héroes Del Silencio» werde ich zwar nicht mehr so rasch aus dem Kopf bekommen, aber es ist eben schon etwas Wahres dran. Für den nächsten Silberling sollten noch ein paar zusätzliche «Wow»-Effekte im Bereich des Möglichen liegen. Doch auf dieser völlig stabilen Basis kann man problemlos aufbauen.

Empfehlenswerte Hörproben: «Lujuria», «Initium», «Infierno», «Malditos»

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Tracklist Amnessia Eterna – «Malditos»

  1. Caminos
  2. Lujuria
  3. Desquiciado Pecador
  4. En Busca Del Poder
  5. Initium
  6. Infierno
  7. Tan Solo
  8. Falso Predicador
  9. Desvanecidos
  10. Todo Cae
  11. Malditos

Line Up – Amnessia Eterna

  • Camilo Sánchez – Gesang/Gitarre
  • Rudy Pereira – Gitarre
  • Jairo Sepúlveda – Drums
  • Fernando Martínez – Bass

 

Video Amnessia Eterna – Infierno


Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 7.5/10



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28.07.2021